Naturpfad

Pashupatinath (पशुपतिनाथ)

Der Tempel Pashupatinath existiert seit 400 v. Chr. und ist damit der älteste und auch größte hinduistische Tempel in Kathmandu. Der Name bedeutet wörtlich: „Herr des Lebens“ oder auch „Herr alles Lebendigen“.
Er gehört seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die gesamte Tempelanlage wird vom heiligen Bagmati River in zwei Teile geteilt und kann über verschiedene Eingänge der Stadt betreten werden. Der Tempel ist der Hindu-Gottheit Pashupati gewidmet, der eine Inkarnation der Gottheit Shiva darstellt und gehört für viele Shivaiten zu den wichtigsten Verehrungsstätten Shivas.


The temple Pashupatinath exists since 400 BC. It is the oldest and largest Hindu temple in Kathmandu. The name literally means „Lord of life“ or „Lord of all living things“.
He has been a UNESCO World Heritage Site since 1979. The entire temple complex is divided into two parts by the sacred Bagmati River and can be accessed via various entrances to the city. The temple is dedicated to the Hindu deity Pashupati, who is an incarnation of the deity Shiva and is one of Shiva’s most important worship sites for many Shaivites.



An der eines Seite des Bagmati Flusses liegen mehrere Verbrennungsplätze, auf denen jeweils ein Körper verbrannt werden kann. Bevor die Verbrennungszeremonie beginnt, wird die verstorbene Person von den Angehörigen gewaschen und in ein Leichentuch gehüllt und zum Flussufer getragen. Dort wird die verstorbene Person mit dem heiligen Wasser des Bagmati Flusses (der in den Ganges mündet) gewaschen. Dieser Prozess wird aus Respekt gegenüber der verstorbenen Person so diskret durchgeführt, dass jegliche Scham bedeckt ist. Die Stirn wird mit einem heiligen Zeichen aus rotem Farbpulver versehen, das als Farbe der Freude den Lösungsprozess des Geistes aus dem Körper und die Segnung einer guten, neuen Wiedergeburt unterstützen soll.
Anschließend wird die verstorbene Person zu dem vorbereiteten Verbrennungsplatz gebracht und auf ein paar Holzscheite gelegt. Anschließend weitere große und kleine Scheite Holz auf dem Körper gelegt, sowie ein Anzünder am Hals platziert. Die Männer umkreisen die verstorbene Person dann mehrere Male im Uhrzeigersinn mit einem heiligen Gebet und mit einer Fackel wird das Feuer am Hals gezündet.
Nach 2-3 Stunden des Brennens werden alle Überreste in den Bagmati Fluss gefegt und der Verbrennungsplatz für die nächste Kremation vorbereitet. Der aufgelöste Körper ist wieder mit der Natur vereint.


On one side of the Bagmati River are several cremation grounds, each of which can burn one body. Before the burning ceremony begins, the deceased person is washed by relatives and wrapped in a shroud and carried to the riverbank. There, the deceased person is washed with the holy water of the Bagmati River (which flows into the Ganges). This process is done so disrespectfully out of respect for the deceased person that any shame is covered. The forehead is provided with a sacred sign of red color powder, which, as the color of joy, is intended to support the process of dissolution of the mind out of the body and the blessing of a good, new rebirth.
The deceased person is then taken to the prepared burning place and placed on a few logs. Subsequently, more large and small logs of wood are placed on the body, as well as a lighter placed on the neck. The men then circle the deceased person several times clockwise with a sacred prayer and with a torch the fire is ignited on the neck.
After 2-3 hours of firing, all remains are swept into the Bagmati River and the cremation ground prepared for the next cremation. The dissolved body is reunited with nature.



2 thoughts on “Pashupatinath (पशुपतिनाथ)

  1. Monika

    Ich finde es faszinierend, in andere Kulturen einen Einblick zu gewinnen, und ich bin beeindruckt von der Gelassenheit, die die Menschen auf deinen Fotos ausstrahlen.
    Die Tempelanlage ist wunderschön, sie gehört mit Recht zum UNESCO-Weltkulturerbe.
    Sehr interessiert habe ich deine Beschreibung der Verbrennungszermonie gelesen, eine würdige Art der Bestattung, die Bilder haben das sehr anschaulich gemacht. Eine ganz andere Atmosphäre als bei unseren Bestattungszermonien, der Tod hat dort wohl eine andere Bedeutung als hier in unserem Kulturkreis.
    Danke für den wieder so interessanten Eintrag, ich kann mir das so gut vorstellen, daß du schon die nächste Reiseplanung gemacht hast, da muß man wirklich tiefer eintauchen können!
    Liebe Grüße
    Monika.

    1. gerhard Post author

      Es freut mich, dass Dir dieser bericht gefällt, liebe Monika. Es ist dort eine völlig andere Kultur als bei uns und wenn man das Glück hat, auch mit den dort lebenden Menschen in Kontakt zu kommen und auch zu bleiben, ist es die beste Gelegenheit diese andere Kultur besser kennen zu lernen. Es gibt noch so viel zu entdecken.
      Liebe Grüße Gerhard

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