Naturpfad

An der kleinen Krems

Wer in Österreich nach Höhlen sucht, findet sie eher in den Alpen. Im Kremstal (Niederösterreich) findet man eine geologische Ausnahme, wo es etwa 40 Höhlen recht dicht beieinander liegen. In diesen Höhlen fand man Steingeräte aus einer Zeit vor 70.000 – 100.000 Jahren.
Unser Weg führte zuerst an der Burg Hartenstein vorbei, bis zu der Stelle, wo die große und die kleine Krems zusammenfließen. Der Abzweig zur Teufelskirche war der Beginn eines anspruchsvollen Aufstieges, der nur bei trockenem Wetter zu empfehlen ist. Die letzen Meter zu dieser Höhle gingen dann nur noch über gut gesicherte Leitern und an fest installierten Seilen. Der Ausblick war atemberaubend.
Die nächste Höhle war dann die Schusterlucke, die ebenfalls nur über eine Leiter, wenn auch ein kleinere, zu erreichen war.
Der Steinerne Saal , der einem imposanten Felsdach ähnelt, wurde ebenfalls von Menschen genutzt. Die Steinmännchen kamen erst in den letzten Jahren hinzu.
Nach wenigen Minute sind wir dann an der Eichmayerhöhle angekommen. Die Höhlen werden immer größer und die Vorstellung, dass sie bewohnt wurden immer präsenter. Leider begann es nun zu regnen und der weitere Abstieg wurde sehr rutschig. Die fest angebrachten Stahlseile bewahrten uns vor dem Abstürzen, nicht vor dem Ausrutschen. Dieser Weg ist wirklich nur bei schönem Wetter zu empfehlen.
Als letztes kam dann noch die Gudenushöhle, die direkt unter der Burg Hartenstein liegt. Sie ist nicht sonderlich groß, doch kann man seine Phantasien, wie hier Menschen gelebt haben, freien Lauf lassen.
Nach Verlassen der Höhle trafen wir noch auf einen etwa 10 Zentimeter langen Weidenbohrer (Cossus cossus). Ich hab noch nie in diesen Breiten eine solch beeindruckend große Raupe gesehen.

Weitere Informationen zu den Höhlen im Kremstal


If you are looking for caves in Austria, you are more likely to find them in the Alps. In the Kremstal (Lower Austria) you will find a geological exception, where there are about 40 caves quite close together. In these caves one found stone tools from a time 70.000 – 100.000 years ago.
Our way led first past the castle Hartenstein to the place where the big and the small Krems flow together. The junction to the Teufelskirche (Devil’s Church) was the beginning of a demanding ascent, which is only recommended in dry weather. The last few metres to this cave were then only possible via well secured ladders and on permanently installed ropes. The view was impressive.
The next cave was then the Schusterlucke, which could also only be reached via a ladder, a smaller one.
The Steinerne Saal (stone hall), which resembles an impressive rock roof, was also used by people. The  cairns were added only in the last years.
After a few minutes we arrived at the Eichmayer Cave. The caves are getting bigger and bigger and the idea that they were inhabited becomes more and more present. Unfortunately it started to rain and the further descent became very slippery. The firmly attached steel cables prevented us from falling, not from slipping. This path is really only recommended in good weather.
Last but not least there was the Gudenus cave, which is located directly under the castle Hartenstein. It is not very big, but you can let your fantasies, how people lived here, run free.
After leaving the cave we met an about 10 centimeter long goat moth (Cossus cossus). I have never seen such an impressively large caterpillar in these widths.



6 thoughts on “An der kleinen Krems

  1. Sonja

    Spannend! Danke für den kleinen Bericht! Etwas Ähnliches mit in Felsen eingeschlagenen Eisentreppchen fanden wir mal in der Niederen Tatra.
    Gruß von Sonja

    1. gerhard Post author

      Solche Wege gibt es wohl überall. Ist auch wesentlich sicherer und man braucht nichts mitnehmen um diese Orte zu erreichen.
      Liebe Grüße
      Gerhard

  2. african queen

    Welch faszinierende Ausblicke, Einblicke, Schönheiten, Fremdes, Altes, du hier präsentierst, keine leichte tour, aber als erfahrener
    Bergwanderer und Entdecker, eine bewundernswerte Leistung…..
    lg

    1. gerhard Post author

      Dankeschön, ich hatte zum Glück einen erfahrenen Bergführer dabei. Das Schwierigste dabei ist das Auffinden der einzelnen Orte, da sie meist nur schlecht bis gar nicht beschildert sind.
      Wünsche Dir noch einen schönen Sonntag
      Liebe Grüße
      Gerhard

  3. Monika

    Das war trotz Rutschgefahr wohl eine herrliche Tour, die Bilder sind wundervoll, eine so schöne Landschaft! Und der Weidenbohrer ist wirklich beeindruckend, 10 cm, das ist Größe für eine Raupe, und die Farbe ist auch toll!
    Danke für die Höhlenführung, ich wünsche dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße
    Monika.

    1. gerhard Post author

      Touren, bei denen Allerlei passiert bleiben besser in Erinnerung, der Alltag ist oft langweilig genug.
      Wünsche Dir noch einen schönen Sonntag

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